Ängstliche Hunde sollten an Gesichtsmasken gewöhnt werden

Für uns Menschen sind die vielen Maskenträger auf den Straßen ungewohnt , für viele – besonders ängstliche – Hunde, sind sie eine Herausforderung. Sie können auf den für sie verstörenden Anblick eines Menschen mit Mund-Nase-Schutz verängstigt und mit Fluchtgedanken, aber auch mit ängstlicher Aggression reagieren. Gerade in den ersten Tagen der Maskenpflicht ist es deshalb ratsam, nur mit einem angeleinten Hund auf die Straße zu gehen. Für einige Hunde ist das Gassigehen in Moment so etwas wie ein Ausflug in die Geisterbahn, denn viele Hunde kennen das bis jetzt nicht und es kann schon sehr verstörend sein, wenn plötzlich das halbe Gesicht nicht mehr zu sehen ist.
Einige Hundeschulen in Deutschland und Österreich bieten deshalb bereits „Schritt für Schritt Anleitungen“ online an, um die Tiere an die neue Situation zu gewöhnen. Manche Hundetrainer raten auch zum Training, damit sich ein Hund – besonders ein ängstlicher – an die Geisterbahn-Menschen gewöhnen kann. Grundlage aller Methoden dabei ist das langsame Gewöhnen an die neue Situation. Den Hunden sollten die Masken Zuhause bereits gezeigt werden. Sie können auch daran schnüffeln und so die Scheu verlieren. Dann das Training am Menschen, sodass der Hund bemerkt, dass sein Mensch hinter der Maske ist. Mit ein paar Leckerlis zur Belohnung für den angstfreien Umgang mit den Masken und den Zweibeinern mit den Masken lässt sich die Scheu meist relativ schnell überwinden.
Bei besonders ängstlichen Tieren sollte in den ersten Tagen eine langsame Eingewöhnungsphase gestartet werden. Also nicht gleich mit dem Tier in den Supermarkt. Besser zunächst auf eine Wiese, wo nur wenige Maskenträger sind. Wenn das Tier cool reagiert, kein Problem. Wird es nervös beim Anblick eines Masken-Menschen beruhigen und vielleicht mit eine Leckerli für die Coolness belohnen. Und auch hier gilt: Abstand halten, dann werden auch unsere Hunde die Zeit meistern.