{"id":2830,"date":"2022-10-27T15:26:07","date_gmt":"2022-10-27T13:26:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/?p=2830"},"modified":"2022-10-27T15:26:07","modified_gmt":"2022-10-27T13:26:07","slug":"tiere-gewoehnen-sich-schnell-an-die-winterzeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/?p=2830","title":{"rendered":"Tiere gew\u00f6hnen sich schnell an die Winterzeit"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2768\" src=\"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Lenny-2-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Lenny-2-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Lenny-2.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>Die Zeitumstellung am letzten Sonntag im Oktober <strong>\u00a0(<\/strong>am kommenden Sonntag 30. Oktober 2022) von 03.00 Uhr eine Stunde zur\u00fcck auf Normalzeit irritiert nicht nur manche Menschen, sondern auch einige Tiere. Besonders Autofahrer sollten in der D\u00e4mmerung vorsichtiger sein , da Wildtiere \u201eihre\u201c Zeit nicht umstellen, sondern auf den Sonnenstand reagieren. Da die Uhren in der Nacht um eine Stunde zur\u00fcckgedreht werden, f\u00e4llt der Berufsverkehr jetzt oft in die D\u00e4mmerung und besondere Aufmerksamkeit ist deshalb geboten. Das gilt auch\u00a0 besonders am Abend, denn nun wird es wieder fr\u00fcher am Tage dunkel.<\/p>\n<p>Die Zeitumstellung wurde erstmals am 30. April 1916 im Deutschen Reich sowie in \u00d6sterreich-Ungarn eingef\u00fchrt. Die Sommerzeit sollte die energieintensiven \u201eMaterialschlachten\u201c des Ersten Weltkriegs unterst\u00fctzen. Eigentlicher Anlass f\u00fcr die Einf\u00fchrung der Sommerzeit war 1973 die \u00d6lkrise. Mit der Zeitverschiebung sollte eine Stunde Tageslicht f\u00fcr Unternehmen und Haushalte gewonnen werden. In Deutschland wurde die jetzt g\u00fcltige Zeitumstellung von der Normalzeit &#8211; oder wie von vielen bezeichnet &#8222;Winterzeit&#8220; &#8211; auf die Sommerzeit im Jahr 1980 eingef\u00fchrt. Als ein wichtiger Grund galt die \u00dcberzeugung, mit der Regelung durch eine bessere Nutzung des Tageslichts Energie sparen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Haustiere bemerken die Zeitumstellung, da sie oft zu festen Zeiten spazieren gehen oder Futter bekommen &#8211; sie verstehen den Wechsel zun\u00e4chst\u00a0 nicht. Auch Nutztiere brauchen eine l\u00e4ngere Zeit, um sich umzustellen. So geben beispielsweise K\u00fche rund eine Woche weniger Milch als \u00fcblich. Die meisten Haustiere reagieren jedoch relaxt auf die einst\u00fcndige Zeitverschiebung. Bei Freig\u00e4ngerkatzen sollte man jedoch daran denken, dass in den fr\u00fchen Morgenstunden und in der D\u00e4mmerung mehr Autos unterwegs sind. Viele Katzen sch\u00e4tzen aber gerade diese Zeit f\u00fcr einen ungest\u00f6rten Ausflug durch ihr Revier. Nun ist es jedoch mit der Ruhe vorbei.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2664\" src=\"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Mike-Schnappschuss-kleiner-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Mike-Schnappschuss-kleiner-169x300.jpg 169w, https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Mike-Schnappschuss-kleiner.jpg 449w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><\/p>\n<p>Hunde und Katzen sind Gewohnheitstiere und deshalb kann ihr Rhythmus durch die Zeitumstellung schnell ein wenig durcheinander geraten. Hunde beispielsweise sind zumeist an \u201eihre\u201c festen Fresszeiten gew\u00f6hnt, sie verstehen in den ersten Tagen den neuen Rhythmus nicht. Zumeist ist der Spuk nach zwei oder drei Tagen wieder vorbei und die Tiere haben sich umgestellt.\u00a0 Katzen scheint \u00e4u\u00dferlich die Umstellung nichts aus zu machen, auch wenn sie dies \u00fcber ihre innere Uhr wahrnehmen und sich die Fresszeiten \u00e4ndern.\u00a0 Insgesamt reagieren Haustiere gelassen auf die Umstellung, lediglich die oft etwas durcheinander geratenen Frauchen und Herrchen k\u00f6nnen sie irritieren.<\/p>\n<p>Viele Wildtiere \u2013 beispielsweise Rehe oder Wildschweine &#8211; sind in der D\u00e4mmerung auf Nahrungssuche und \u00fcberqueren dabei nicht selten Landstra\u00dfen. Die Folge sind vermehrte Wildunf\u00e4lle. Autofahrer sollten deshalb besonders vorsichtig und langsam fahren. Steht ein Tier am Stra\u00dfenrand oder l\u00e4uft auf die Fahrbahn, sollten Autofahrer abblenden, hupen und langsam abbremsen.<\/p>\n<p>Nutztiere wie beispielsweise K\u00fche \u201eleiden\u201c in den ersten Tagen offenbar tats\u00e4chlich unter dem neuen Tagesablauf. Viele Landwirte stellen deshalb schon im Vorfeld die Melkzeiten langsam um und passen die Tiere so dem neuen Zeitverlauf langsam an. K\u00fche geben nach den Erfahrungen vieler Landwirte sonst zun\u00e4chst nach der Umstellung weniger Milch. Nach etwa einer Woche haben sich K\u00fche meist ebenfalls umgestellt. Zootiere dagegen scheinen v\u00f6llig unbeeindruckt von der Zeitumstellung zu sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zeitumstellung am letzten Sonntag im Oktober \u00a0(am kommenden Sonntag 30. Oktober 2022) von 03.00 Uhr eine Stunde zur\u00fcck auf Normalzeit irritiert nicht nur manche Menschen, sondern auch einige Tiere. 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