{"id":2617,"date":"2020-01-22T15:59:56","date_gmt":"2020-01-22T13:59:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/?p=2617"},"modified":"2024-06-27T13:28:42","modified_gmt":"2024-06-27T11:28:42","slug":"baerentatze-mit-krallen-im-reisegepaeck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/?p=2617","title":{"rendered":"B\u00e4rentatze mit Krallen im Reisegep\u00e4ck"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_2618\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2618\" class=\"size-medium wp-image-2618\" src=\"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/B\u00e4rentatze-Frankfurter-Zoll-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/B\u00e4rentatze-Frankfurter-Zoll-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/B\u00e4rentatze-Frankfurter-Zoll-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/B\u00e4rentatze-Frankfurter-Zoll-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-2618\" class=\"wp-caption-text\">Geschmackloses Souvenir: B\u00e4rentatze mit Krallen (Foto Zoll Frankfurt)<\/p><\/div>\n<p>Fernreisen sind der Renner wenn bei uns Schmuddelwetter und K\u00e4lte vorherrschen. Unbedarfte, aber auch skrupellose Reisende versuchen immer wieder, Souvenirs von exotischen Tieren zu schmuggeln. Aber Achtung: Wer verbotene Souvenirs aus bedrohten Tier- oder Pflanzenarten mitbringt, kann kr\u00e4ftig zur Kasse gebeten werden. Tag f\u00fcr Tag fischen Zollbeamte an deutschen Flugh\u00e4fen verbotene Souvenirs in den perversesten Formen aus deutschen Urlauberkoffern. Allein an drei Tagen in diesem Januar zog der Frankfurter Zoll sieben verschiedene Artikel, die dem Artenschutz unterliegen, aus dem Verkehr. Darunter auch ein 62-j\u00e4hriger Reisender aus Russland. Bei seiner Einreise nach Deutschland am Frankfurter Flughafen hatte er ein geschmackloses Andenken im Gep\u00e4ck: Eine B\u00e4rentatze samt Krallen. Diese stammt von einem artengesch\u00fctzten Braunb\u00e4ren und nat\u00fcrlich ist die Einfuhr verboten.<br \/>\nWas in Bangkok oder auf Bali offen angeboten wird, kann trotzdem unter das Washingtoner Artenschutzabkommen fallen. In Asien und Afrika werden beispielsweise besonders Geldb\u00f6rsen, Taschen und G\u00fcrtel aus Krokodil-, Schlangen- oder Echsenleder auf M\u00e4rkten und in Gesch\u00e4ften verkauft.<br \/>\nDas Washingtoner Artenschutzabkommen &#8218;CITES&#8216; sch\u00fctzt mehr als 3.000 Tier- und 30.000 Pflanzenarten, die in ihrem Bestand gef\u00e4hrdet oder von der Ausrottung bedroht sind. Wer gesch\u00fctzte Pflanzen und Tiere &#8211; ob lebend oder tot &#8211; schmuggelt, muss mit einem hohen Bu\u00dfgeld oder einer Geldstrafe rechnen, sogar Gef\u00e4ngnis k\u00f6nnte drohen. Die Ausrede, man habe nicht gewusst, dass genau das eigene Mitbringsel eine gesch\u00fctzte Art ist, hilft nicht aus der Souvenir-Falle: Unwissenheit sch\u00fctzt auch in diesem Fall nicht vor Strafe.<br \/>\nIn Afrika oder Asien sind Taschen aus Schlangen-Leder oder Kroko-Leder sowie Elfenbein auf jedem Markt zu finden. Deshalb gilt: H\u00e4nde weg von Muscheln, Schneckengeh\u00e4usen, Korallen, Elfenbein, Schildpatt, Fellen, H\u00e4uten, Schnitzereien aus Tropenholz und G\u00fcrtelschnallen aus Leguan-Leder usw. Diese Souvenirs werden beim Zoll beschlagnahmt und k\u00f6nnen zu Strafverfahren f\u00fchren. Viele der Produkte wurden aus bedrohten Tier- oder Pflanzenarten hergestellt. So entdeckten Zollbeamte Im Januar bei einem Reisenden aus Afrika im Handgep\u00e4ck einen verzierten Elefantensto\u00dfzahn. Ein 29-j\u00e4hriger Mann transportiert eine tote Steinkoralle aus S\u00fcdkorea in seinem Gep\u00e4ck &#8211; und das mit fast einem Kilogramm Gewicht.<br \/>\nBedenkenlos mitgenommen werden k\u00f6nnen Produkte aus Glas, Steinen, Kokosnuss-Schalen, Ton- und Korbwaren sowie Blech, Draht und \u00e4hnlichen Materialien. Bei Holz sollte man auf das FSC-G\u00fctesiegel f\u00fcr Holz aus fairer Wirtschaft achten. Keine Probleme gibt es bei T\u00f6pferwaren, Stoffen aus Pflanzenfasern und Seide sowie anderen Textilien und traditionellen Handwerksprodukten aus den genannten Produkten.<br \/>\nDie Zahl der illegalen Einfuhren ist hoch: Mehr als 20.000 gesch\u00fctzte Tier- und Pflanzenarten entdecken Zollfahnder im Jahr 2018 im Gep\u00e4ck am Frankfurter Flughafen. Ein Gro\u00dfteil davon waren lebende Tiere. Oft werden auch nur Teile von gesch\u00fctzten Arten verarbeitet, etwa Elefantenhaar in einem Goldring oder Korallen in Ketten. Viele Touristen halten den Kauf f\u00fcr legal, aber auch die Einfuhr solcher Souvenirs ist verboten. Unter www.artenschutz-online.de finden sich im Internet aktuell zu jedem Land die notwendigen Informationen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fernreisen sind der Renner wenn bei uns Schmuddelwetter und K\u00e4lte vorherrschen. Unbedarfte, aber auch skrupellose Reisende versuchen immer wieder, Souvenirs von exotischen Tieren zu schmuggeln. 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