{"id":2437,"date":"2018-01-05T14:46:18","date_gmt":"2018-01-05T12:46:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/?p=2437"},"modified":"2024-06-27T13:22:11","modified_gmt":"2024-06-27T11:22:11","slug":"selfie-wahn-gefaehrdet-tiere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/?p=2437","title":{"rendered":"Selfie-Wahn gef\u00e4hrdet Tiere"},"content":{"rendered":"<p>Ein Selfie mit einem exotischen Tier &#8211; f\u00fcr viele Nutzer ein Highlight einer Urlaubsreise &#8211; f\u00fcr viele der Tiere das Todesurteil. In jedem Monat werden die sozialen Netzwerke wie Instagram oder Facebook von Fotos mit exotischen Tieren \u00fcberflutet. In allen Erdteilen von Touristen aufgenommen &#8211; besonders in S\u00fcdostasien, Australien, aber auch in arabischen L\u00e4ndern wie Marokko. Hinter diesem Foto- und Selfie-Wahn versteckt sich jedoch oft uns\u00e4gliches Tierleid.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2438\" src=\"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/insta-tiere_eff89a5985a475378cd3170917df5aaf-295x300.jpg\" alt=\"\" width=\"295\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/insta-tiere_eff89a5985a475378cd3170917df5aaf-295x300.jpg 295w, https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/insta-tiere_eff89a5985a475378cd3170917df5aaf-768x781.jpg 768w, https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/insta-tiere_eff89a5985a475378cd3170917df5aaf-67x67.jpg 67w, https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/insta-tiere_eff89a5985a475378cd3170917df5aaf-65x65.jpg 65w, https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/insta-tiere_eff89a5985a475378cd3170917df5aaf-38x38.jpg 38w, https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/insta-tiere_eff89a5985a475378cd3170917df5aaf.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 295px) 100vw, 295px\" \/>Die Selfies mit den Tieren verbergen oft eine grausame Wahrheit. Als Freizeitvergn\u00fcgen missbraucht, werden die Tiere ausgebeutet und misshandelt von der lokalen Tourismusindustrie &#8211; manchmal endet diese Tortur sogar mit dem Tod der Tiere.<br \/>\nTierliebe und verantwortungsvolle User sollten solche Fotos in den Netzwerken mit einem Negativ-Button bewerten und die Verbreiter auf das dahinter stehende Tierleid aufmerksam\u00a0 machen. Ein Lichtblick ist aktuell\u00a0 die Initiative von Instagram, die als erstes Netzwerk auf die Probleme hinweisen. Instagram hat auf Kritik reagiert und einen bislang einzigartigen Warn-Hinweise (siehe Foto) ver\u00f6ffentlicht. Bei jeder Suche nach dem Hashtag &#8222;Name des Tieres + Selfie&#8220; erscheint eine Nachricht, die an die Kehrseite der Medaille erinnert und unverantwortliches Verhalten verurteilt. Au\u00dferdem wurde eine spezielle Hilfsseite f\u00fcr den Umgang mit Natur und Tieren eingerichtet. Darin steht: &#8222;Pass beispielsweise gut auf, wenn du Geld f\u00fcr die Gelegenheit bezahlst, Fotos mit exotischen Tieren aufzunehmen, da solche Fotos und Videos unter Umst\u00e4nden ein Risiko f\u00fcr gef\u00e4hrdete Tierarten darstellen.&#8220;<\/p>\n<p>Wie eine Recherche von National-Geographic zeigt, werden viele der Tiere f\u00fcr die exotischen Fotos extra in freier Wildbahn gefangen. Die Tierschutz-Organisation World Animal Protection sch\u00e4tzt, dass die Zahl der Instagram-Selfies mit wildlebenden Tieren allein in den vergangenen drei Jahren um fast 300 Prozent angestiegen sei.<br \/>\nDie Plattform wirke dabei, so sagen Kritiker, nicht nur als Schaufenster f\u00fcr bisherige Bilder, sondern regt auch immer neue Nutzer dazu an, sich mit Tieren in Szene zu setzen. Durch die belohnende Wirkung von Likes und Kommentaren f\u00fchlen sich immer mehr Menschen herausgefordert, besondere Momente am Flie\u00dfband zu produzieren.<br \/>\nDem muss entgegengesteuert werden. Deshalb sollten solche Fotos k\u00fcnftig von den Usern negativ bewertet werden.<\/p>\n<p>Oft fristen Nasenb\u00e4ren, Affen, Koalas, Papageien oder manchmal auch junge Tigerbabys ein trostloses Dasein in engen K\u00e4figen, nur unterbrochen von kurzen Ausfl\u00fcgen auf die Schultern oder in die Arme westlicher &#8222;Erlebnistouristen&#8220;. Viele der Tiere leiden unter der ungesunden Haltung und dem Stress, den die st\u00e4ndige N\u00e4he zu Menschen in der Gefangenschaft ausl\u00f6st. Zudem werden viele einfach &#8222;entsorgt&#8220; wenn sie nicht mehr kindlich und attraktiv wirken.<br \/>\nAlso sollte nicht nur das Internet f\u00fcr mehr Schutz f\u00fcr die Tiere eintreten, es ist auch ein Umdenken jedes Users n\u00f6tig: Hinter jedem Foto mit einem Wildtier einer bedrohten Art steht immer auch ein Mensch, der bereit ist, f\u00fcr dieses Bild Geld auszugeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Selfie mit einem exotischen Tier &#8211; f\u00fcr viele Nutzer ein Highlight einer Urlaubsreise &#8211; f\u00fcr viele der Tiere das Todesurteil. In jedem Monat werden die sozialen Netzwerke wie Instagram oder Facebook von Fotos&#46;&#46;&#46;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[],"class_list":["post-2437","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bdt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2437","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2437"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2437\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3270,"href":"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2437\/revisions\/3270"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2437"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2437"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2437"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}