{"id":2114,"date":"2016-10-03T14:17:55","date_gmt":"2016-10-03T12:17:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/?p=2114"},"modified":"2016-10-03T14:17:55","modified_gmt":"2016-10-03T12:17:55","slug":"welttierschutztag-bundesweite-kastrationspflicht-fuer-katzen-ist-ueberfaellig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/?p=2114","title":{"rendered":"Welttierschutztag: Bundesweite Kastrationspflicht f\u00fcr Katzen ist \u00fcberf\u00e4llig"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Lenny-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1902\" src=\"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Lenny-2-225x300.jpg\" alt=\"Lenny 2\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Lenny-2-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Lenny-2.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>Der Bund Deutscher Tierfreunde hat vor dem Hintergrund der immer noch steigenden Zahl der verwilderten und ausgesetzten Katzen in Deutschland zum Welttierschutztag am Dienstag (4. Oktober) eine einheitliche bundesweite Kastrationspflicht f\u00fcr Katzen gefordert. Schon jetzt gilt in mehr als 350 St\u00e4dten und Gemeinden \u2013 in NRW beispielsweise seit April auch in Essen &#8211; eine entsprechende Verpflichtung, doch reichen diese regionalen Regelungen nicht aus.<\/p>\n<p>Einige Bundesl\u00e4nder, wie Baden-W\u00fcrttemberg, Hessen und Bayern haben per Rechtsverordnung eine Erm\u00e4chtigung f\u00fcr ein Kastrationsgebot erlassen. Somit k\u00f6nnen die Kommunen selbst Verordnungen zum Schutz der frei lebenden Katzen einf\u00fchren. Als erste deutsche Stadt hat Paderborn bereits 2008 eine entsprechende Verordnung \u00fcber die Gefahrenabwehrverordnung erlassen. Immer mehr St\u00e4dte und Gemeinden folgen diesem tierfreundlichen Beispiel. Andere St\u00e4dte wie beispielsweise Bochum sehen bisher keinen Bedarf. Der Tierschutzverein Tiere in Not e.V. aus Bochum hat inzwischen mit gesch\u00e4tzten mehr als 20.000 wildlebenden Katzen in der Gemeinde den &#8222;Katzennotstand&#8220; ausgerufen.<\/p>\n<p>Auch in einigen EU-Staaten wie etwa Belgien oder \u00d6sterreich wurden Halter von sogenannten \u201eFreig\u00e4ngern\u201c zur Kastration verpflichtet. Kastration ist nach Auffassung von Tierexperten und Tiersch\u00fctzern die einzige M\u00f6glichkeit, die Flut an verwilderten Katzen einzud\u00e4mmen. Regionale Regelungen auf St\u00e4dte oder Gemeindeebenen sind zwar ein erster Schritt,\u00a0 durch die st\u00e4ndig wachsende Zahl der ausgesetzten Katzen und die Wanderbewegungen der Tiere reichten sie jedoch. Ein Katzenexperte dr\u00fcckte es drastisch aus: Wenn nicht bald gehandelt wird werden Katzen die neuen Tauben \u2013 und die Taubenplage besch\u00e4ftigt bereits viele Gemeinden.<\/p>\n<p>Die nordrheinwestf\u00e4lische Landesregierung spricht von rund zwei Millionen Katzen auf den Stra\u00dfen in Deutschland. Rund 8,2 Millionen Katzen leben demnach in deutschen Haushalten. Andere Sch\u00e4tzungen sprechen von weitaus mehr freilebenden Katzen. Eine Z\u00e4hlung gibt es naturgem\u00e4\u00df nicht. Auff\u00e4llig ist, dass vermehrt Meldungen bei den Tierheimen \u00fcber freilebende Katzenkolonien eintreffen. Versch\u00e4rft wird das Problem durch nicht kastrierte Hauskatzen mit Freigang, die sich unkontrolliert mit freilebenden Katzen verpaaren. Bei einer ungehinderten Vermehrung droht eine \u201eKatzen-Explosion&#8220;.<\/p>\n<p>Die nordrheinwestf\u00e4lische Landesregierung betont, dass eine etwa den \u00f6sterreichischen Regeln entsprechende Verordnung in Deutschland nur auf Bundesebene eingef\u00fchrt werden k\u00f6nnte. Auch wir halten eine Regelung auf Bundesebene f\u00fcr die beste L\u00f6sung. In \u00d6sterreich gilt: Werden Katzen mit regelm\u00e4\u00dfigem Zugang ins Freie gehalten, so sind sie von einem Tierarzt kastrieren zu lassen, sofern das Tier nicht zur kontrollierten Zucht verwendet wird oder in b\u00e4uerlicher Haltung lebt. In Belgien gilt eine \u00e4hnliche Regelung.<\/p>\n<p>Viele Katzenhalter scheuen wegen der hohen Kosten und wegen gesundheitlichen Bedenken die Kastration. Einige Gemeinden wollen deshalb die Kastration mit Zusch\u00fcssen f\u00f6rdern. Gesundheitliche Bedenken gibt es nach Auffassung von Tiermedizinern nicht. Wir lassen alle Katzen in\u00a0unserer \u00a0Obhut kastrieren und unterst\u00fctzen auch andere regionale Initiativen beim Kampf gegen die Katzenflut. Nur durch Kastration kann Tierleid schon im Vorfeld verhindert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bund Deutscher Tierfreunde hat vor dem Hintergrund der immer noch steigenden Zahl der verwilderten und ausgesetzten Katzen in Deutschland zum Welttierschutztag am Dienstag (4. Oktober) eine einheitliche bundesweite Kastrationspflicht f\u00fcr Katzen gefordert. 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