{"id":1942,"date":"2015-11-20T17:40:24","date_gmt":"2015-11-20T15:40:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/?p=1942"},"modified":"2015-11-20T17:40:24","modified_gmt":"2015-11-20T15:40:24","slug":"tierheim-hunde-besuchen-schloer-stift","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/?p=1942","title":{"rendered":"Tierheim-Hunde besuchen Schloer-Stift"},"content":{"rendered":"<p>Tierheim-Hunde besuchen Schloer-Stift<\/p>\n<p>Tanja Karrasch<\/p>\n<p>RP ONLINE | 20. November 2015<br \/>\nMoers. Das Seniorenheim kooperiert mit der Tierherberge Kamp-Lintfort: Einmal in der Woche besuchen zwei Hunde die Bewohner.<br \/>\nAnfangs ist Mechthild Neuwirth (85) zur\u00fcckhaltend, vorsichtig streichelt sie Mischling Lea \u00fcber den Kopf: &#8222;Ist das ein liebes H\u00fcndchen&#8220;, sagt die Bewohnerin des Rudolf-Schloer-Stifts. Eigentlich habe sie Angst vor Hunden. Doch dann traut sie sich auch, den gro\u00dfen Labradormischling Lady zu streicheln.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Rudolf-Schloer-Stift.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1943\" src=\"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Rudolf-Schloer-Stift-300x225.jpg\" alt=\"Rudolf Schloer Stift\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Rudolf-Schloer-Stift-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Rudolf-Schloer-Stift-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Rudolf-Schloer-Stift.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die Tierpfleger Jessica Hinchado-Gomez und Toni Gorski gehen gemeinsam mit Concetta Frost vom Sozialen Dienst durch alle Wohnbereiche. Die Bewohner sitzen bei Kaffee und Kuchen in den Aufenthaltsr\u00e4umen. Als Lea und Lady kommen, r\u00fcckt das Kaffeekr\u00e4nzchen schnell in den Hintergrund. Gertrud Zirpel winkt den Vierbeinern zu. Vor lauter Freude \u00fcber den Besuch schlie\u00dft die Seniorin Lady in ihre Arme.<\/p>\n<p>Einrichtungsleiter Thorsten Kr\u00fcger nennt den Kontakt zu Tieren einen &#8222;Herzens\u00f6ffner&#8220;. &#8222;Die Bewohner haben fr\u00fcher eigene Tiere gehabt und vermissen den Kontakt zu ihnen.&#8220; Kr\u00fcger wollte den Bewohnern wieder mehr N\u00e4he zu Hunden erm\u00f6glichen, die Tierherberge Kamp-Lintfort sagte zu: Einmal in der Woche kommen die Tierpfleger nun mit zwei Hunden vorbei, diese Woche sind es Lea und Lady: Die Herzen der Bewohner des Rudolf-Schloer-Stifts erobern die beiden im Sturm: &#8222;Du bist ja ein ganz toller Hund&#8220;, lobt Getrud Speicher (76). &#8222;Vor drei Wochen war ein kleiner, brauner Hund dabei. Der ist sofort auf meinen Scho\u00df gesprungen, das war Liebe auf den ersten Blick&#8220;, erinnert sie sich: &#8222;Wenn ich k\u00f6nnte, h\u00e4tte ich ihn sofort behalten.&#8220;<\/p>\n<p>Das Halten von Tieren ist im Rudolf-Schloer-Stift auch m\u00f6glich: &#8222;Wir sind ein tierfreundliches Haus, ein Hund, eine Katze und ein Wellensittich leben hier&#8220;, sagt Kr\u00fcger. Die Bewohner sollten allerdings gr\u00f6\u00dftenteils eigenst\u00e4ndig f\u00fcr die Tiere sorgen k\u00f6nnen. So wie Elionore Maurer (78) f\u00fcr ihren Hund Felix. Gro\u00dfz\u00fcgig teilt sie dessen Leckerlis mit Lady und Lea. Auch therapeutische Angebote w\u00e4ren eine Bereicherung, findet Kr\u00fcger. Doch seine Suche nach einem Therapiehund war bisher erfolglos.<\/p>\n<p>Die Tierpfleger haben schon Erfahrung mit Besuchen im Seniorenheim: Seit vier Jahren besuchen sie das Caritas-Haus St. Hedwig in Kamp-Lintfort. Hinchado-Gomez wei\u00df: &#8222;Die Menschen freuen sich riesig, wenn wir kommen. Es gibt sogar Menschen, die vorher nicht viel gesprochen haben und pl\u00f6tzlich wieder anfangen, zu singen.&#8220; Auch f\u00fcr die Tierherberge sind die Besuche aufschlussreich: &#8222;Wir lernen unsere Tiere dadurch noch besser kennen, das kann hilfreich f\u00fcr die Vermittlung sein.&#8220; Nur besonders ausgeglichene und aufgeschlossene Hunde werden mitgenommen, meistens ein gr\u00f6\u00dferer und ein kleiner Hund. &#8222;F\u00fcr Rollstuhlfahrer ist es einfacher, einen gr\u00f6\u00dferen Hund zu streicheln. Die kleinen Hunde k\u00f6nnen die Bewohner auf den Scho\u00df nehmen&#8220;, so Beate M\u00fchlenberg, Leiterin der Tierherberge.<\/p>\n<p>Ursula Zoch (81) freut sich \u00fcber den Besuch: Sie hatte selbst vierzehn Hunde \u00fcber die Jahre: &#8222;Es gibt nichts Sch\u00f6neres als neben dem Leben noch die Tiere&#8220;, sagt sie. &#8222;Den Kleinen behalten wir hier. Das passt, ich habe zwei Betten&#8220;, sagt die 81-J\u00e4hrige und lacht. Heute wird daraus nichts: Lea und Lady gehen brav zur\u00fcck in die Tierherberge.<\/p>\n<p>Quelle: RP<\/p>\n<p>\u00a9 RP Digital | Alle Rechte vorbehalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tierheim-Hunde besuchen Schloer-Stift Tanja Karrasch RP ONLINE | 20. November 2015 Moers. Das Seniorenheim kooperiert mit der Tierherberge Kamp-Lintfort: Einmal in der Woche besuchen zwei Hunde die Bewohner. 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