{"id":1909,"date":"2015-09-14T15:52:42","date_gmt":"2015-09-14T13:52:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/?p=1909"},"modified":"2015-09-14T15:52:42","modified_gmt":"2015-09-14T13:52:42","slug":"jede-dritte-tierart-in-deutschland-ist-bedroht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/?p=1909","title":{"rendered":"Jede dritte Tierart in Deutschland ist bedroht"},"content":{"rendered":"<p><strong>Um den Artenschutz in Deutschland ist es schlecht bestellt. Jede dritte Tierart ist nach einer neuen Studie gef\u00e4hrdet. Besonders bei den wirbellosen Tieren ist die Situation teilweise dramatisch. Dass eine Umkehr m\u00f6glich ist, zeigen Beispiele wie der Biber oder die Kegelrobbe.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Jede dritte Art in Deutschland ist nach Informationen des Bundesamts f\u00fcr Naturschutz (BfN) gef\u00e4hrdet. Das geht aus dem ersten umfassenden Artenschutz-Report hervor. Ob Rebhuhn oder Wildbienen: &#8222;Der Zustand der Artenvielfalt in Deutschland ist alarmierend&#8220;, warnte BfN-Pr\u00e4sidentin Beate Jessel.\u00a0Das festgelegte Ziel, den Verlust der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen, werde bislang klar verfehlt, betonte die Professorin. Einer der entscheidenden Gr\u00fcnde sei die intensive landwirtschaftliche Nutzung der Landschaft. Jessel forderte deshalb, die Bem\u00fchungen f\u00fcr den Arten- und Naturschutz zu verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>Besonders besorgniserregend ist der Studie die Situation bei den wirbellosen Tieren, zu denen auch Insekten geh\u00f6ren: Rund 46 Prozent der untersuchten Arten und Unterarten sind demnach bedroht, extrem selten oder bereits ausgestorben. Mit gro\u00dfer Sorge beobachten Experten dabei auch die Entwicklung aller 600 Wildbienenarten in Deutschland, die alle akut bedroht seien. Fast 30 Prozent der Wirbeltierarten (S\u00fc\u00dfwasserfische, Reptilien, Amphibien, V\u00f6gel und S\u00e4ugetiere) seien in ihrem Bestand bereits gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>Die Situation bei den Brutv\u00f6geln hat sich der Studie zufolge dabei sp\u00fcrbar verschlechtert. &#8222;Allerweltsarten&#8220; unter den Agrarv\u00f6geln wie Kiebitz und Feldlerche gehe es seit 20, 30 Jahren konstant schlechter, unterstrich Jessel. Beim Kiebitz hat sich demnach der Bestand auf ein Drittel bis ein Viertel der Tiere reduziert. Beim Rebhuhn gebe es sogar einen R\u00fcckgang von alarmierenden 90 Prozent.<\/p>\n<p>Die Studie verweist aber auch auf Erfolge durch gezielte Schritte zur Arterhaltung: Der Wolf ist beispielsweise zur\u00fcck und auch der Bestand der Biber hat sich erholt, ebenfalls die Best\u00e4nde von Schwarzstorch und Seeadler. Die einst fast verschwundene Kegelrobbe ist zudem in die Nordsee zur\u00fcckgekehrt und jetzt auch erstmals in der Ostsee gesichtet worden. Auch der \u00c4skulapnatter (Zamenis longissimus) geht es wieder etwas besser. &#8222;Das sind erfolgversprechende Zeichen, die zeigen, dort wo man aktiven Naturschutz betreibt, da lohnt er sich eben auch&#8220;, betont die Professorin.<\/p>\n<p>Laut Artenschutz-Report gibt es in Deutschland insgesamt rund 72\u00a0000 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten. In der Roten Liste Deutschlands wurden mehr als 32\u00a0000 heimische Spezies auf ihr Gef\u00e4hrdungspotential\u00a0\u00a0 erforscht, mit einem nach BfN-Einsch\u00e4tzung entt\u00e4uschendem Ergebnis: Rund 31 Prozent sind in ihrem Bestand gef\u00e4hrdet. F\u00fcr vier Prozent ist es bereits zu sp\u00e4t: sie sind ausgestorben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um den Artenschutz in Deutschland ist es schlecht bestellt. Jede dritte Tierart ist nach einer neuen Studie gef\u00e4hrdet. Besonders bei den wirbellosen Tieren ist die Situation teilweise dramatisch. 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