{"id":1659,"date":"2014-05-03T13:33:57","date_gmt":"2014-05-03T11:33:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/?page_id=1659"},"modified":"2024-06-11T13:56:10","modified_gmt":"2024-06-11T11:56:10","slug":"eine-katze-kommt-ins-haus","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.bund-deutscher-tierfreunde.com\/?page_id=1659","title":{"rendered":"Eine Katze kommt ins Haus"},"content":{"rendered":"<p>Katzen k\u00f6nnen das Leben eines Menschen ungeheuer bereichern. Um aber f\u00fcr beide Seiten ein gl\u00fcckliches Zusammenleben zu garantieren gibt es einiges zu beachten:<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Bin ich als Katzenhalter geeignet?<\/strong><\/p>\n<p>Katzen lieben ruhige T\u00f6ne und Menschen, die sich achtsam bewegen. Hastige und nerv\u00f6se Bewegungen, laute Musik und lautes Reden sind Katzen zuwider.<\/p>\n<p>Wer eine Katze anschafft, geht eine Lebensgemeinschaft f\u00fcr ca. 15 Jahre mit einem oft recht eigenwilligen und kaum manipulierbaren Lebewesen ein. Wenn eine Katze allerdings ihren Menschen liebt, so tut sie dies bedingungslos. Dieser muss sich dann aber auch viel Zeit f\u00fcr sie nehmen. Den Zeitpunkt, wann die Katze Gesellschaft und Zeitvertreib haben will, bestimmt sie ganz alleine.<\/p>\n<p>Katzen, deren oft massive Forderungen nach Ansprache nicht erf\u00fcllt werden, verk\u00fcmmert. Sie wird tr\u00e4ge und gelangweilt. Nichts aber ist schlimmer f\u00fcr Katzen als Langeweile. Wer alleine lebt und berufst\u00e4tig ist, sollte sich daher gleich zwei Katzen anschaffen. Am besten f\u00e4hrt man hier nat\u00fcrlich mit Wurfgeschwistern, die von Geburt an zusammen sind. Aber auch Katzen, die neu zusammenkommen, k\u00f6nnen eine gro\u00dfe Freundschaft zueinander entwickeln. Selbst wenn es zwischen zwei Katzen nicht die gro\u00dfe Liebe ist und man in der gemeinsamen Wohnung eher auf Distanz lebt, kann es eine harmonische Beziehung werden.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich ist es auch interessant den Mitbewohner den ganzen Tag zu beobachten, das ist immer noch besser als Langeweile, unter der die intelligenten Stubentiger sehr leiden. Wer die ganze Woche \u00fcber berufst\u00e4tig ist, sollte wenigstens den gr\u00f6lten Teil des Wochenendes mit seiner Katze verbringen.<\/p>\n<p>Kommt eine Katze in einen Familienhaushalt, so m\u00fcssen alle Familienmitglieder damit einverstanden sein, denn Katzen liebt man oder liebt man nicht. Tolerieren geht nicht. Ein wichtiger Aspekt ist auch der entsprechende Paragraph im Mietvertrag. Ein generelles Tierhalteverbot im Mietvertrag ist ung\u00fcltig. Allerdings wird niemand gerne Streit mit Vermieter oder Mitmietern haben wollen. Deshalb empfiehlt es sich vor Anschaffung einer Katze mit dem Hausbesitzer dar\u00fcber zu reden und sich die Genehmigung schriftlich erteilen zu lassen.<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich achtet ein verantwortungsbewusster Katzenhalter darauf, dass kein Mitbewohner oder Nachbar durch sein Tier bel\u00e4stigt wird.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Grundausstattung f\u00fcr die Katze<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Ausbruchsicherer Transportbeh\u00e4lter f\u00fcr den unerl\u00e4sslichen Gang zum Tierarzt oder f\u00fcr die Mitnahme auf Kurzreisen.<\/li>\n<li>M\u00f6glichst mehrere standfeste Futter- und Wassern\u00e4pfe aus einem leicht zu reinigenden Material (kein Weichplastik).<\/li>\n<li>Katzentoilette und Schaufel zum Entfernen der feuchten Hinterlassenschaften.<\/li>\n<li>Katzenkamm und -b\u00fcrste f\u00fcr die Fellpflege.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Schlafkorb oder Schlafh\u00f6hle.<\/strong><\/p>\n<p>Hier muss man sich allerdings dar\u00fcber im klaren sein, dass die wenigsten Katzen sich vorschreiben lassen, wo sie zu ruhen oder zu schlafen haben. Auf jeden Fall sollten die Schlafpl\u00e4tze immer erh\u00f6ht sein. Keine Katze schl\u00e4ft gerne auf dem Fu\u00dfboden.<\/p>\n<p>Zur Schonung f\u00fcr die eigenen M\u00f6bel ist auch ein Kratzbaum unerl\u00e4sslich. Hier ist darauf zu achten, dass der untere Stamm so hoch ist, dass die Katze in gerecktem Zustand daran kratzen kann. Auch sollte der Kratzbaum immer frei zug\u00e4nglich sein. Eine Aufstellung vor dem Fenster ist so ziemlich das Interessanteste, was man seiner Katze bieten kann.<\/p>\n<p><strong>K\u00e4tzchen oder ausgewachsene Katze<\/strong><\/p>\n<p>Es ist sicher sch\u00f6n, eine kleine Katze aufwachsen zu sehen, die sich dann auch ihrem Menschen gut anpasst. Allerdings ist auch das Zusammenleben mit einem bereits erwachsenen Tier sehr interessant. Jede Katze ist eine ganz eigene Pers\u00f6nlichkeit und wenn der Mensch diese Pers\u00f6nlichkeit respektiert, kann auch mit einer erwachsenen Katze nichts schief gehen.<\/p>\n<p>Ein sicher nicht unwesentlicher Aspekt ist, dass man beim Zusammenleben mit einer Jungkatze mit Sch\u00e4den am Inventar rechnen muss. Es braucht lange Zeit, bis die kleine Katze kapiert, dass sie nicht an den M\u00f6beln kratzen darf. Mit Schimpfen und Bestrafen erreicht man oft das Gegenteil, da sie f\u00fcr jede Art der Ansprache empf\u00e4nglich ist und alles f\u00fcr Spiel h\u00e4lt. Ausgewachsene Katzen dagegen haben meistens gelernt, dass man das nicht darf.<\/p>\n<p><strong>Kater oder Katze<\/strong><\/p>\n<p>Die Frage stellt sich einem Katzenfreund eigentlich nicht. Anders als bei vielen Hunden m\u00fcssen auch zwei zusammenlebende Katzen nicht unbedingt unterschiedlichen Geschlechts sein. Wenn \u00fcberhaupt, gibt es zwischen den Geschlechtern nur unerhebliche Unterschiede. Katzen sind zierlicher und angeblich anschmiegsamer als Kater. Kater sind distanzierter und eigenwilliger. Allerdings gibt es etliche Beispiele, bei denen es genau umgekehrt ist. Wer also einmal Ja zur Katzenhaltung gesagt hat, sollte es einfach dem Zufall \u00fcberlassen. Ein verantwortungsbewusster Katzenhalter wird sein Tier &#8211; ganz gleich ob Katze oder Kater &#8211; auf jeden Fall kastrieren lassen, so dass sich auch die Frage des Nachwuchses nicht stellt.<\/p>\n<p><strong>Woher bekommt man eine Katze<\/strong><\/p>\n<p>Am besten geht man ins Tierheim. Durch die teilweise \u00dcberf\u00fcllung der Tierheime hat man hier auch die gr\u00f6\u00dfte Auswahl. Auch das dort t\u00e4tige Pflegepersonal kann sicher einiges \u00fcber Charakter und Eigenarten der einzelnen Tiere sagen. Dar\u00fcber hinaus werden in einem verantwortungsvoll gef\u00fchrten Tierheim immer nur gesunde Katzen abgegeben. Die beste Methode ist, sich inmitten der Katzenschar zu begeben und die Tiere auf sich zukommen zu lassen. Ganz schnell wird man sich besonders auf eine Katze konzentrieren.<\/p>\n<p>Je nach Bedarf kann das eine der draufg\u00e4ngerischen Typen sein oder auch eine besonders zur\u00fcckhaltende. Wenn man sich dann entschieden hat, muss man es sich auch gefallen lassen, dass das zust\u00e4ndige Personal einige Fragen stellt. Schlie\u00dflich sind die Tierfreunde daran interessiert, dass es ihren Pfleglingen nicht nur gut geht, sondern dass sie vor allem einen Platz f\u00fcrs Leben erhalten. selbstverst\u00e4ndlich ist der Erwerb einer Katze aus einem Tierheim nicht kostenlos. Wenigstens ein Teil der Futter- und Tierarztkosten wird dem neuen Besitzer in Rechnung gestellt. Daf\u00fcr erh\u00e4lt er aber auch eine geimpfte und entwurmte Katze.<\/p>\n<p><strong>Eingew\u00f6hnung in das neue Zuhause<\/strong><\/p>\n<p>Hat man die Katze im ausbruchsicheren Transportbeh\u00e4lter nach Hause gebracht, so bedeutet dies f\u00fcr sie, dass sie in eine v\u00f6llig neue Welt kommt. Das wichtigste was man jetzt tun muss, ist f\u00fcr Ruhe zu sorgen. Der Transportkorb wird, nachdem sichergestellt ist, dass alle Fenster und T\u00fcren geschlossen sind, ge\u00f6ffnet. Vorsichtig und ganz langsam wird die Katze Schritt f\u00fcr Schritt ihren Korb verlassen und sich dabei ebenso vorsichtig umschauen.<\/p>\n<p>Draufg\u00e4nger werden daraufhin den gesamten Raum in Augenschein nehmen und selbstbewusst und mit erhobenem Schwanz von allem Besitz ergreifen. Sch\u00fcchterne Typen werden sich noch vom Korb aus einen Platz aussuchen, wo man sich gut verstecken aber gleichzeitig alles beobachten kann.<\/p>\n<p>Wenn die Katze dann in ihrem Versteck ist, sollte sie auf keinen Fall mit Gewalt dort herausgeholt werden. Zumindest die erste Nacht sollte sie auch in diesem Raum verbringen und das m\u00f6glichst nicht alleine. Also stellt man Katzenklo, Futter und Spielzeug bereit. Meistens schon nach einem Tag geht die Katze selbstbewusst durch den Raum und streicht ihrem Menschen um die Beine.<\/p>\n<p>Jetzt sollte man alle T\u00fcren \u00f6ffnen, die auch sonst f\u00fcr die Katze zug\u00e4nglich sein sollen (nat\u00fcrlich nicht die T\u00fcre zum Garten oder Balkon). Vorsichtig wird sie alle R\u00e4ume inspizieren und letztlich in den ersten Raum zur\u00fcckkehren. Soll die Katze ein sogenannter Freig\u00e4nger werden, so kann man nach ca. zwei bis drei Wochen die T\u00fcre zum Garten \u00f6ffnen. Hierbei muss gew\u00e4hrleistet sein, dass der Mensch zu diesem Zeitpunkt viel Zeit hat und zu Hause auf die Katze wartet.<\/p>\n<p>Zwischenzeitlich sollte man mehrmals ihren Namen rufen, damit sie merkt, sie ist nicht alleine. Die Katze wird zun\u00e4chst nur den Gartenbereich in kleinen Kreisen inspizieren. Wenn sie dann wieder reinkommt, sollte man auch ruhig die T\u00fcre wieder schlie\u00dfen. Dieses praktiziert man nun einige Tage, bis die Katze genau den Weg kennt.<\/p>\n<p>Optimal ist es, wenn man in die Terrassent\u00fcre oder das Mauerwerk eine Katzenklappe einbaut, damit die Katze selbst entscheiden kann ob sie raus oder rein will.<\/p>\n<p><strong>Grundbegriffe der Katzenerziehung<\/strong><\/p>\n<p>Die sprichw\u00f6rtliche Unerreichbarkeit der Katze ist ein M\u00e4rchen. Allerdings geht die Erziehung einer Katze ganz anders vor sich als beim Hund. Wichtigste Voraussetzungen sind Geduld, Ruhe und Konsequenz. Wer einmal eine Katzenmutter bei der Erziehung ihrer Jungtiere beobachtet hat, wei\u00df, dass die Erziehung keineswegs gegen die Natur der Katze ist. Die Katzenmutter ist hierbei sehr geduldig aber konsequent. Die Erziehung geht ohne Gezeter und Gekeife vonstatten. Oft mit einem einzigen Pfotenschlag &#8211; dieser allerdings bleibt wirklich der Katzenmutter vorbehalten. Menschenh\u00e4nde sind zum Streicheln da und nicht zum Schlagen.<\/p>\n<p>Findet man es noch niedlich, wenn die kleine Katze einem an die Beine springt, Attacken auf H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe startet und die kleinen spitzen Z\u00e4hnchen und Krallen einsetzt, so \u00e4ndert sich das sp\u00e4testens mit dem Wachstum der Katze, das auch vor Z\u00e4hnen und Krallen nicht halt macht. Hier hilft nur eins, von vornherein unterbinden. Ein ganz wichtiges Wort sollte f\u00fcr die Zukunft NEIN hei\u00dft sein. Dies darf ruhig in einem sch\u00e4rferen Ton unter Begleitung kleiner Anstupser mit dem Finger, ausgesprochen werden und ist immer dann einzusetzen, wenn die Katze etwas tut, was man ihr abgew\u00f6hnen will.<\/p>\n<p><strong>Kastration oder Sterilisation?<\/strong><\/p>\n<p>Ganz gleich f\u00fcr welches Geschlecht sie sich entscheiden, im Alter von ca. 6 &#8211; 8 Monaten kommt unweigerlich die Frage der Unfruchtbarmachung auf sie zu. Bei Katzen \u00e4u\u00dfert sich die Geschlechtsreife durch die sogenannte Rolligkeit. Dieser Ausdruck wurde gepr\u00e4gt durch das Rollen der Katze auf dem Fu\u00dfboden, wobei sie eindeutige Laute von sich gibt, die den geschlechtsreifen Kater zum Deckakt auffordern sollen. Dies gilt es zu verhindern. Als verantwortungsbewusster Katzenhalter ist ihnen das Problem der \u00dcberpopulation von Katzen und Katern bekannt und angesichts der \u00fcberf\u00fcllten Tierheime wollen sie sich nicht mitschuldig machen am Elend der vielen ungeliebten, abgeschobenen und ausgesetzten Katzen. Der Gang zum Tierarzt steht bevor.<\/p>\n<p>Sprach man fr\u00fcher bei der Katze von Sterilisation und beim Kater von Kastration, so spricht man heute ausschlie\u00dflich bei beiden Geschlechtern von Kastration. Bei der Sterilisation wurden lediglich die Eileiter durchtrennt. Dies hatte zur Folge, dass die Katze zwar unfruchtbar war, die Rolligkeit aber weiter anhielt. Eine Folge dieser Methode waren oft Geb\u00e4rmuttervereiterungen, die vielfach auch zu sp\u00e4t erkannt wurden.<\/p>\n<p>Sie werden heute kaum noch einen Tierarzt finden, der die Unfruchtbarmachung mittels Sterilisation durchf\u00fchrt. Bei der Katze werden heute grunds\u00e4tzlich Eierst\u00f6cke und Geb\u00e4rmutter entfernt. Beim Kater werden die Hoden v\u00f6llig entfernt. Diese Methoden f\u00fchren nicht nur zur Zeugungsunf\u00e4higkeit, sondern schalten den Sexualtrieb v\u00f6llig aus. Eine Folge davon sind ruhigere, h\u00e4uslichere und ausgeglichenere Tiere, da sie nicht mehr unter dem Stress stehen, ihrem ausgepr\u00e4gten Sexualtrieb folgen zu m\u00fcssen. Es ist ein M\u00e4rchen, dass der Jagdtrieb ebenfalls unterbunden wird. Katze oder Kater, die immer auf M\u00e4usejagd gingen, werden das auch im Zustand der Kastration beibehalten. Ob ihr Tier nach dem vergleichsweise harmlosen Eingriff an Gewicht zunimmt, haben sie letztlich selbst in der Hand durch Regulierung des Futterangebotes.<\/p>\n<p><strong>Lebenswichtige Impfungen<\/strong><\/p>\n<p>Wenn man ein noch ungeimpftes Tier erworben hat, so sollte man es schnellstens dem Tierarzt zur Impfung zuf\u00fchren. Kleine Katzen erhalten im Alter von ca. 6 Wochen die Grundimmunisierung, die in aller Regel die Impfung gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen enth\u00e4lt. Diese Impfungen m\u00fcssen nach ca. 4 Wochen wiederholt werden. Danach sollte man mit dem Tierarzt \u00fcber weitere wichtige Impfungen sprechen. Z. B. ist eine Tollwutimpfung unerl\u00e4sslich, wenn die Katze ein Freig\u00e4nger werden soll. Zudem ist die Tollwutimpfung in allen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern f\u00fcr die Einreise mit dem Haustier vorgeschrieben. Weitere Impfungen gegen etwa Leukose, FIP oder FIV verabreicht der Tierarzt nach Durchf\u00fchrung eines entsprechenden Bluttests.<\/p>\n<p><strong>Die Ern\u00e4hrung der Katzen<\/strong><\/p>\n<p>Eine ausgewogene Ern\u00e4hrung der Katzen ist gew\u00e4hrleistet, wenn man auf die angebotenen Fertignahrungen zur\u00fcckgreift. Vor allem die bekannten Marken bieten ern\u00e4hrungsphysiologisch alles, was die Katze zum guten Gedeihen und Wohlf\u00fchlen braucht. Es gibt inzwischen ein fast un\u00fcberschaubares Angebot an Nahrung f\u00fcr Katzenkinder, erwachsene Katzen oder \u00e4ltere Katzen. Bei gesundheitlichen Problemen (Nierenerkrankung, \u00dcbergewicht, Magenempfindlichkeit, l\u00e4nger anhaltender Durchfall) h\u00e4lt der Tierarzt nach eingehender Untersuchung des Tieres auch eine Auswahl entsprechender Di\u00e4tkost f\u00fcr ihre Katze bereit.<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich freut sich aber auch fast jede Katze \u00fcber ein selbsthergestelltes schmackhaftes Futterangebot. Es muss ja nicht jeden Tag sein, aber ab und zu sollten gekochtes H\u00fchnchen mit Reis, ged\u00fcnsteter Fisch oder gekochtes Rindfleisch auf dem Katzenspeiseplan stehen. Wenn sie ihrer Katze etwas besonders Gutes tun wollen und f\u00fcr ein gl\u00e4nzendes Fell und klare Augen sorgen wollen, so reichern sie jede Nahrung &#8211; auch Dosenfutter &#8211; mit Milchhefeflocken an.<\/p>\n<p>Denken sie bitte daran, dass Fleisch und Fisch niemals im rohen Zustand verf\u00fcttert werden d\u00fcrfen. Dies gilt in besonderem Ma\u00dfe f\u00fcr Schweinefleisch. Rohes Schweinefleisch kann ein Virus enthalten, das zwar f\u00fcr den Menschen unsch\u00e4dlich ist, bei Hund und Katze aber zum Tode f\u00fchren kann. Es handelt sich hierbei um das Aujeski-Virus, das die sogenannte Aujeskische Krankheit &#8211; auch Pseudowut genannt &#8211; verursacht. Katzen, die \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum mit rohem Fisch gef\u00fcttert werden, sind verst\u00e4rkt vom Wurmbefall bedroht und nehmen auf lange Sicht auch den Geruch des Fisches an.<\/p>\n<p>Eine weitere Variante der Vollnahrung ist das Trockenfutter. Hierbei handelt es sich um Futter, dessen Zusammensetzung im gro\u00dfen und ganzen der Dosennahrung gleicht. Allerdings wurde diesem Futter bis zu 90% Feuchtigkeit entzogen. Das bedeutet, dass die Katze diesen Mangel an Feuchtigkeit durch entsprechendes Trinken ausgleichen muss. Vorsicht ist bei der F\u00fctterung von Trockenfutter auch bei kastrierten Katern geboten. Die Trockennahrung kann zu Harngriesbildung f\u00fchren. Dies bedeutet, der kastrierte Kater kann keinen Urin mehr ablassen, da sein Harnleiter verstopft ist. Das f\u00fchrt bei Nichtfeststellen unweigerlich zur inneren Vergiftung, die t\u00f6dlich enden kann. Zwischenzeitlich gibt es sowohl im Fachhandel als auch beim Tierarzt Trockenfutter zu kaufen, welches nicht zur Harngriesbildung f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Als Getr\u00e4nk bieten sie ihrer Katze ausschlie\u00dflich Wasser an. Milch ist kein Getr\u00e4nk, sondern Nahrung. Ausserdem vertragen viele erwachsene Katzen keine Milch. Sie bekommen davon Durchfall. Wenn dies der Fall ist, sollten sie auf die Gabe von Milch v\u00f6llig verzichten. Ein schnellwirkender Durchfallstopper ist H\u00fcttenk\u00e4se mit Reis gemischt. \u00dcberhaupt sollten sie ihrer Katze je nach Geschmack auch Milchprodukte wie Quark, Joghurt oder Frischk\u00e4se anbieten.<\/p>\n<p>Die F\u00fctterung der erwachsenen Katze sollte t\u00e4glich erfolgen und zwar immer zur gleichen Zeit morgens und abends und immer am selben Ort.<\/p>\n<p><strong>Fl\u00f6he<\/strong><\/p>\n<p>Innen- und Au\u00dfen-Parasiten, die unsere Stubentiger ganz sch\u00f6n qu\u00e4len k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Jede noch so beh\u00fctete und gepflegte Katze kann von Fl\u00f6hen heimgesucht werden. Diese Plagegeister sind weder f\u00fcr das Tier noch f\u00fcr den Menschen eine Katastrophe. Umgehend nach Entdecken des Flohbefalls muss man allerdings mit der Bek\u00e4mpfung beginnen, da diese Tierchen sich explosionsartig vermehren. Es gibt sowohl in Tierhandlungen als auch in Apotheken eine gro\u00dfe Auswahl an Flohbek\u00e4mpfungsmitteln.<\/p>\n<p>Zu empfehlen ist allerdings der Gang zum Tierarzt bzw. das Gespr\u00e4ch mit dem Tierarzt. Er wird ihnen die richtige Medikation zuweisen. Das kann bei einer ruhigen Katze die Behandlung mittels Flohpuder oder Flohspray sein. Die Behandlung damit ist allerdings ziemlich aufwendig, da diese Mittel nach einer Einwirkungszeit wieder restlos aus dem Fell geb\u00fcrstet werden m\u00fcssen. Zwischenzeitlich gibt es kleine Ampullen, die zwei Tropfen eines Medikamentes beinhalten, das man der Katze zwischen die Schulterbl\u00e4tter tr\u00e4ufelt (weil sie dort nicht mit der Zunge hinkommt).<\/p>\n<p>Auch sogenannte Flohhalsb\u00e4nder k\u00f6nnen wirkungsvoll gegen diese Parasiten eingesetzt werden. Hierbei gilt es aber zu beachten, dass diese B\u00e4nder immer nur kurzfristig eingesetzt werden und nicht &#8211; wie oft empfohlen &#8211; wochenlang getragen werden sollen. Flohhalsb\u00e4nder enthalten ein stark wirkendes Nervengift, das die Katze und auch der Mensch st\u00e4ndig einatmen. Wer v\u00f6llig auf Chemie verzichten m\u00f6chte, kann sich die M\u00fche machen, seine Katze mehrmals t\u00e4glich mit einem Staubkamm auszuk\u00e4mmen. Bei unter 10 Wochen alten K\u00e4tzchen sollte grunds\u00e4tzlich keine Chemie eingesetzt werden.<\/p>\n<p><strong>Zecken<\/strong><\/p>\n<p>In den letzten Jahren kann man bei freilaufenden Katzen einen vermehrten Befall mit Zecken feststellen. Es kann hier von April bis Oktober je nach Wohnlage und Witterung sogar von einer Zeckenplage gesprochen werden. Katzenhalter, deren Tiere die M\u00f6glichkeit haben, durch einen weitestgehend naturbelassenen Garten oder den angrenzenden Wald zu streifen, k\u00f6nnen ein Lied davon singen.<\/p>\n<p>Befindet sich in der N\u00e4he des Wohngebietes auch noch ein Bach oder T\u00fcmpel und herrscht eine feuchtwarme Witterung, so handelt es sich f\u00fcr die Zecken um einen paradiesischen Lebensraum. Die Zeckenausbeute pro Katze kann hier zwischen drei und sechs Tieren pro Tag liegen. Bei der Zecke handelt es sich um einen Schmarotzer, der sich ausschlie\u00dflich vom Blut seines Wirtes ern\u00e4hrt. Wenn eine Zecke keinen Wirt findet, so kann sie in der Natur bis zu zw\u00f6lf Jahre ohne Nahrung \u00fcberleben. Zecken sitzen an B\u00fcschen und Gr\u00e4sern und lassen sich beim Vorbeikommen der Katze (oder auch des Hundes oder Menschen) einfach auf diese herunterfallen. Oft findet man die nur stecknadelkopfgro\u00dfen Zecken noch beim Durchlaufen des Fells. Hat sie sich aber einmal gesetzt, so gilt es zu handeln und hierbei einige Regeln zu beachten. War in fr\u00fcheren Zeiten immer die Rede davon, die Zecke mittels Alkohol zu bet\u00e4uben bzw. zum besseren Herauslassen mit Margarine, Klebstoff oder \u00d6l zu betr\u00e4ufeln, so steht es heute wissenschaftlich fest, dass man lediglich die Zecke mit einer entsprechenden Zange (beim Tierarzt erh\u00e4ltlich) herauszieht. Hierf\u00fcr gibt es eine einleuchtende Erkl\u00e4rung: Wenn die Zecke sich festgebissen hat und mit irgendeinem Mittel &#8222;bedroht&#8220; wird, so st\u00f6\u00dft sie eine betr\u00e4chtliche Menge ihres bakteriellen Speichels aus. Dies f\u00fchrt oft zu b\u00f6sen Entz\u00fcndungen. Au\u00dferdem \u00fcbertragen Zecken Krankheiten so z. B. die Babesiose, eine Krankheit, die sich bei Tieren mit Apathie, Fressunlust, Gewichtsabnahme bis hin zu v\u00f6lliger Orientierungslosigkeit \u00e4u\u00dfert. Auch von der Borreliose k\u00f6nnen Tiere befallen werden. Diese Krankheit \u00e4u\u00dfert sich mit Schmerzen, L\u00e4hmungserscheinungen und Gelenkentz\u00fcndungen. Beide Krankheiten m\u00fcssen durch den Tierarzt behandelt werden.<\/p>\n<p>Zum Entfernen der Zecke setzt man die Zuckerzange (m\u00f6glichst keine Pinzette) direkt an der Haut an, damit auch der Kopf vollst\u00e4ndig entfernt werden kann. Sitzt die Zange fest, so macht man eine leichte Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn und &#8222;hebt&#8220; die Zecke heraus. Eine todsichere Methode zur endg\u00fcltigen Vernichtung der Zecke ist das Verbrennen mittels Feuerzeug im Aschenbecher. Beim Entsorgen in der Toilette besteht die M\u00f6glichkeit, dass die Zecke \u00fcberlebt. Nach erfolgreicher Entfernung des Schmarotzers betr\u00e4ufelt man die Bissstelle mit Alkohol um einer Entz\u00fcndung vorzubeugen. Es gibt allerdings Katzen, die auf den Biss der Zecke immer allergisch reagieren (z. B. Langhaarkatzen, die eine empfindliche Haut haben). Hier kommt es dann fast bei jedem Zeckenbiss zu einer Entz\u00fcndung. Diese sollte man mit einer Jodsalbe behandeln, die in jeder Apotheke erh\u00e4ltlich ist.<\/p>\n<p>Hat man einmal eine Zecke \u00fcbersehen, so kann es passieren, dass sie nach ca. 2 Tagen die Gr\u00f6\u00dfe einer dicken Erbse erreicht hat. Wenn sie vollgesaugt ist , l\u00e4sst sie sich von selbst wieder von ihrem Wirt herunterfallen. Besonders unangenehm ist es dann, wenn sie in der Wohnung liegt und man darauf tritt.<\/p>\n<p><strong>Grasmilben<\/strong><\/p>\n<p>Bei den Milben handelt es sich um kleine, mit dem blo\u00dfen Auge kaum wahrnehmbare Spinnentierchen, die unter die Haut kriechen und einen furchtbaren Juckreiz verursachen. Dieser beginnt meist an den Zehenzwischenr\u00e4umen. Wenn man sein Tier genau untersucht, so kann man kleine orangefarbene Punkte feststellen. Da die Milben nicht nur Tiere sondern auch Menschen befallen, ist der Gang zum Tierarzt unerl\u00e4sslich. Gegen diese Plagegeister gibt es zwischenzeitlich eine schnellwirkende Spritze, so dass das oft nicht m\u00f6gliche Baden bei der Katze entf\u00e4llt. Wie der Name schon sagt, halten sich Milben vorwiegend im Gras auf, so dass eine freilaufende Katze sehr leicht davon befallen werden kann.<\/p>\n<p><strong>Bandw\u00fcrmer<\/strong><\/p>\n<p>Dieser bef\u00e4llt vor allem Katzen, die M\u00e4use oder V\u00f6gel nicht nur fangen, sondern auch verzehren. Der Bandwurm selbst kann nicht von Tier zu Tier oder von Tier zu Mensch \u00fcbertragen werden. Er braucht immer einen Zwischenwirt. Hierzu eignet sich ganz besonders der Floh. Nach einer erfolgreichen Flohbehandlung sollte somit immer eine Wurmkur stattfinden. Auch die Verf\u00fctterung von rohem Fleisch oder Fisch kann die Ursache f\u00fcr den Bandwurmbefall sein. Erkennbar ist der Bandwurm, wenn sich im Kot oder am After des Tieres kleine wei\u00dfe &#8222;Reisk\u00f6rner&#8220; befinden. Im fortgeschrittenen Stadium magern die Tiere ab und der Bauch ist fest und aufgetrieben. Hier ist schnellstm\u00f6gliche Hilfe angesagt, da ein Ausbreiten des Bandwurmes einen qualvollen Tod zur Folge haben kann. Bek\u00e4mpfen kann man den Bandwurm ausschlie\u00dflich \u00fcber den Tierarzt, dem hierf\u00fcr Tabletten oder Spritzen zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p><strong>Spul- und Hakenw\u00fcrmer<\/strong><\/p>\n<p>Diese Innenparasiten sind im Kot des Tieres deutlich zu erkennen. Zur Bek\u00e4mpfung dieses Wurmbefalls verabreicht der Tierarzt ebenfalls Tabletten, Pasten oder Spritzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Katzen k\u00f6nnen das Leben eines Menschen ungeheuer bereichern. Um aber f\u00fcr beide Seiten ein gl\u00fcckliches Zusammenleben zu garantieren gibt es einiges zu beachten: Bin ich als Katzenhalter geeignet? 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