Es schnurrt in Deutschland am internationale Katzentag

Es schnurrt gewaltig in deutschen Wohnzimmern:  Am Sonntag (8. August) ist internationaler Tag der Katze und nach Schätzungen „regieren“ mehr als 15 Millionen Samtpfoten so manchen Haushalt. Das Anliegen des Katzentages  ist es, das Bewusstsein für die Bedürfnisse der Katze zu schärfen.  Die Katze begleitet den Menschen bereits seit Jahrtausenden. Das Besondere dabei: Sie ist ein nicht wirtschaftlich genutztes Haustier und das macht die Verbindung zwischen Mensch und Hauskatze so einzigartig.  Eine Extra-Streicheleinheit und ein spezielles Leckerli haben sich die Samtpfoten allein schon deshalb verdient.

 

Dieser Tag sollte uns aber auch  an die oft vergessenen Katzen im Schatten –  die ausgesetzten und freilebenden Katzen –  deren Schicksal oft ein täglicher Überlebenskampf ist, erinnern. Nur eine Kastrationspflicht kann dieses Problem beseitigen. Verschärft wird das Problem durch nicht kastrierte Hauskatzen mit Freigang, die sich unkontrolliert mit freilebenden Katzen verpaaren. Bei einer ungehinderten Vermehrung droht eine „Katzen-Explosion“ – deshalb sollte jeder Katzenhalter seine Samtpfote kastrieren lassen – das ist wahre Tierliebe.

 

Die steigende Zahl der verwilderten und ausgesetzten Katzen stellt auch ein großes Problem da. Eine einheitliche bundesweite Kastrationspflicht für Katzen ist der einzige langfristige Ausweg. Schon jetzt gilt in mehr als 250 Städten und Gemeinden – in NRW beispielsweise in Bonn und Essen –  eine entsprechende Verpflichtung, doch reichen diese regionalen Regelungen nicht aus. In einigen EU-Staaten wie etwa Belgien oder Österreich wurden Halter von sogenannten „Freigängern“ zur Kastration verpflichtet.

 

Kastration ist nach Auffassung von Tierexperten und Tierschützern die einzige Möglichkeit, die Flut an verwilderten Katzen einzudämmen. Regionale Regelungen auf Städte oder Gemeindeebenen sind zwar ein erster Schritt, durch die Wanderbewegungen der Tiere reichten sie jedoch nicht. Ein Katzenexperte drückte es drastisch aus: Wenn nicht bald gehandelt wird werden Katzen die neuen Tauben – und die Taubenplage beschäftigt bereits viele Gemeinden.

Yumi läuft ins Leben

Posted by on Mai 17, 2021 in Blog | Kommentare deaktiviert für Yumi läuft ins Leben

Yumi hat den wichtigsten Schritt in ein normales Hundeleben geschafft: Sie kann mit ihren Prothesen laufen.  Die kleine Hündin, die ohne beziehungsweise mit vier unterschiedlich langen Pfoten ausgesetzt wurde, hat einen entscheidenden Meilenstein ins normale Hundeleben hinter sich gebracht. Die ersten Prothesen wurden angepasst und ausprobiert. Die unterschiedliche Länge der Stümpfe/Beine und die verschiedenen Größen machen den Prozess sehr schwierig. Aber es ist gelungen und sie kann schon richtig fit laufen.   Die Größe der Prothesen war eine echte Herausforderung und hat das ganze Team des Sanitätshauses einige Nerven gekostet. Es musste viel gewerkelt und getüftelt werden. Doch nach 3-4 Versuchen war es endlich gelungen. Yumi kann direkt starten und ihre neuen Prothesen tragen, solange sie möchte.  Nur bei Sand und Wasser kombinierten Spaziergängen sollte sie besser ohne sie laufen, da es sonst schnell zu Reibungen an den Beinstümpfen kommen kann. Nun müssen die Fortschritte genau beobachtet werden, damit Druckstellen verhindert werden können.   Ein weiterer Punkt ist, dass Yumi „gelernt“ hat,  ihr Vorderbein nach außen zu drehen.  Vermutlich ist das aus irgendeinem Grund in der Vergangenheit einfacher für sie gewesen.  Wenn sie das auch mit der Prothese weiterhin macht, muss nachträglich eine kleine Veränderung vorgenommen werden. Jetzt muss sie zunächst einmal üben vernünftig mit ihren Prothesen zu laufen und sich neu auszubalancieren. Wenn das ohne Komplikationen klappt, wird –  wenn nötig –  eine dritte Prothese für das operierte Bein getestet. Der  linke Hinterlauf bleibt vorerst so wie er ist, weil sie da sehr gut mit zurecht kommt. Die ersten Laufversuche haben toll geklappt und alles sieht nach einem vollen Erfolg aus.   Die Kleine ist creme-rot-farbig Hündin wurde vor Monaten nachts in einer Transportbox in Moers ausgesetzt. Die Hündin war sogar gechipt, jedoch gibt es keine Registrierung für den Chip. Es handelt sich um eine asiatische Shiba Inu Hündin. Nach den ersten Tagen der Erholung, zeigte Yumi Interesse an ihrer neuen Umgebung. Zunächst noch war sie sehr vorsichtig, doch suchte sie bereits Kontakt zu anderen Hunden. Natürlich war sie zunächst  im Umgang mit Menschen vorsichtig und zurückhaltend, aber auch hier machte sie schnell Fortschritte.   Wegen der Corona-Krise hatte sich gesamte Ablauf leider etwas verzögert. Spezialisten arbeiteten an den Prothesen. Die Experten und Pfleger sind sich einig, dass Yumi mit genau angepassten Prothesen ein fast normales Leben führen kann. Natürlich wird sie sehr viel üben müssen, um sich an die Prothesen zu gewöhnen. Natürlich kann man auch weiterhin zur Versorgung der kleine Hündin und zur Finanzierung der kostspieligen Prothesen beitragen: Commerzbank , IBAN DE04 3108 0015 0885 0835 01, BIC : DRESDEFF310 . PayPal: verwaltung@bund-deutscher-tierfreunde.de. Hierfür bedanken wir uns herzlich im...

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2021 droht ein Zeckenjahr zu werden

Posted by on Mai 7, 2021 in Blog | Kommentare deaktiviert für 2021 droht ein Zeckenjahr zu werden

Die diesjährige Zeckensaison könnte nach Meinung von Experten in diesem Jahr noch stärker ausfallen als die im Rekordjahr 2020. Denn schon seit Februar und März zeigt sich eine überraschend hohe Aktivität unter den Zecken. Zusätzlich gibt es ein weiteres Problem: die Corona-Pandemie. Die gefährlichen Krabbler breiten sich  explosionsartig aus. Besonders zwei relativ neue Zeckenarten werden zum rasant wachsenden Risiko für Mensch und Tier. Wegen Corona sind Freizeitangebote oft eingeschränkt, zudem ist die Ansteckungsgefahr  im Freien viel geringerer als in Innenräumen. Menschen und ihre Haustiere halten sich daher häufiger im Freien auf. Dies spielte bereits in der vergangenen Zeckensaison eine Rolle. Die sogenannte Hyalomma-Zecke ist eigentlich in Südeuropa, Nord-Afrika und im Nahen Osten beheimatet. Inzwischen fühlt sie sich aber auch in Deutschland sehr wohl und breitet sich aus. Wie alle Zecken wartet sie  in der Natur auf andere Tiere, um deren Blut abzusaugen. Neben Rindern, Hunden und Vögeln befällt sie leider auch Menschen. Besonders gefährlich sind die Krankheiten, die eine Hyalomma-Zecke auf ihren Wirt übertragen kann. Auffällig ist die Größe der Zeckenart, die bis zu zwei Zentimeter groß werden können. Die Braune Hundezecke war ebenfalls beispielsweise  früher  nur aus Südeuropa bekannt. In den vergangenen Jahren wurde diese Hundezecke auch nach Deutschland eingeschleppt (beispielsweise  durch Hunde nach einer Südeuropareise). Sie überträgt die Erreger der sogenannten Hundemalaria oder Babesiose. Diese winzigen Parasiten zerstören die roten Blutkörperchen. Bislang konnten Forscher bei der Braunen Hundezecke, die hauptsächlich Hunde befällt, keine Borreliose- und Frühsommer-Meningoenzephalitis-Erreger nachweisen. Stattdessen kann die fremde Art aber die Babesiose  übertragen, die für den Vierbeiner sogar tödlich enden kann. In Europa ist nach wie vor die Schildzecke, auch „Gemeiner Holzbock“ genannt, die häufigste vorkommende Zeckenart. Zecken wurden zum gefährlichsten Tier Europas gewählt. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist beim Menschen die bekannteste durch Zecken übertragene Viruserkrankung. Sie wird durch Viren verursacht, die beim Stich durch infizierte Zecken übertragen werden und das Gehirn befallen können. Für Tiere stehen verschiedene Tierarzneimittel mit lang anhaltender Wirkung zur Abwehr von Zecken zur Verfügung. Der Tierarzt kann dabei beraten.  Zeckenmittel mit dem Wirkstoff Permethrin dürfen allerdings bei Katzen nicht angewendet werden.  Die bei Hunden gut verträgliche Substanz ist für Katzen lebensgefährlich, da sie den Stoff wegen eines Enzymmangels nicht abbauen können. In der Gebrauchsinformation permethrinhaltiger Floh- und Zeckenmittel wird auf diese Unverträglichkeit des Arzneimittels für Katzen...

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Mini-Jetlag bei Haustieren nach Zeitumstellung

Posted by on Mrz 26, 2021 in Blog | Kommentare deaktiviert für Mini-Jetlag bei Haustieren nach Zeitumstellung

Trotz aller Diskussionen ist es am Sonntag wieder so weit: Wenn in der Nacht zum  Sonntag (28. März 2021) die Uhren eine Stunde vorgestellt werden, irritiert die neue Sommerzeit nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere. Trotz des wegen Corona zu erwartenden geringeren Verkehrsaufkommens sollten  Autofahrer  in den Morgenstunden besonders vorsichtig sein, da Wildtiere „ihre“ Zeit nicht umstellen und noch sehr aktiv sind. Haustierhalter bemerken zudem in den ersten Tagen meist etwas irritierte Mitbewohner – ein Mini-Jetlag. Die größte Gefahr droht jedoch Wildtieren und streunenden Katzen. Wegen der Umstellung sind in den frühen Morgenstunden auch in den Zeiten der Pandemie mehr Autos unterwegs, viele Wildtiere – beispielsweise Rehe oder Wildschweine – sind jedoch in der Dämmerung noch auf Nahrungssuche und überqueren dabei nicht selten Landstraßen. Die Folge sind vermehrte Wildunfälle. Katzen scheint äußerlich die Umstellung nichts aus zu machen, auch wenn sie sie über ihre innere Uhr wahrnehmen und sich die Fresszeiten ändern.  Bei Freigängern sollte man jedoch daran denken, dass in den frühen Morgenstunden und in der Dämmerung mehr Autos unterwegs sind. Viele Freigängerkatzen schätzen gerade diese Zeit für einen ungestörten Ausflug durch ihr Revier. Nun ist es jedoch mit der Ruhe vorbei. Auch streunende Katzen sind während der Dämmerung vermehrt unterwegs. Hundehalter bemerken zudem in den ersten Tagen meist etwas irritierte Mitbewohner. Besonders Hunde sind an „ihre“ festen Fresszeiten gewöhnt, sie verstehen in den ersten Tagen den neuen Rhythmus nicht. Zumeist ist der Spuk nach zwei oder drei Tagen wieder vorbei und die Tiere haben sich umgestellt.  Insgesamt reagieren Haustiere gelassen auf die Umstellung, lediglich die oft etwas durcheinander geratenen Frauchen und Herrchen können sie irritieren. Nutztiere wie beispielsweise Kühe „leiden“ in den ersten Tagen offenbar tatsächlich unter dem neuen Tagesablauf. Kühe geben nach den Erfahrungen vieler Landwirte zunächst nach der Umstellung weniger Milch. Nach etwa einer Woche haben sich Kühe meist ebenfalls...

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So kommen Hund, Katze & Co durch den Extrem-Winter

Posted by on Feb 5, 2021 in Blog | Kommentare deaktiviert für So kommen Hund, Katze & Co durch den Extrem-Winter

Der Extrem-Winter hat große Teile Deutschlands in den nächsten Tagen im Griff: Schneemassen im Norden und Osten sowie Hochwasser, Kälte und Schmuddelwetter in weiten Teilen Deutschland. Nicht nur wir Menschen müssen uns jetzt schützen, auch unsere Haustiere brauchen besondere Vorsichtsmaßnahmen. Hier einige Tipps für Hunde, Katzen & Co : Ausgedehnte  Spaziergänge  beispielsweise sollten mit Hunden  in der Kälte und im  eisigen Schnee  abgekürzt werden – und auf jeden Fall sollte der Hund immer in Bewegung bleiben. Wenn ein Hund zittert oder die Rute einzieht, sollte er schnell zurück ins Warme. Bei Schneespaziergängen ist  Vorsicht angeraten, denn Schnee kann für Hunde gefährlich werden. Hunde haben Schnee eigentlich grundsätzlich zum Fressen gerne. Ein paar Flocken verträgt jeder Hund, aber wenn es zu viel wird, kann es gesundheitliche Probleme geben. Eiskalter Schnee reizt sowohl den Rachenraum des Tieres als auch den Magen. Die angegriffene Schleimhaut ist dann ein idealer Nährboden für Bakterien, die im Schnee enthalten sind. Schnee ist oft eine richtige Brutstätte für Keime.  Die eisige Kälte und die möglicherweise im Schnee enthaltenen Erreger, Schadstoffe oder Streusalz können zu Erbrechen, Durchfällen, bis hin zu Magen- und Darmentzündungen führen. „Winterkleidung“ wie Mäntel oder Hundeschuhe sind bei gesunden Tieren zumeist unnötig. Als Wärmeschutz reicht das Fell normalerweise aus. Für alte oder kranke Tiere und Rassen mit extrem kurzem Fell kann ein Hundemantel  in Ausnahmefällen jedoch nützlich sein. Ebenso unter Umständen Hundeschuhe, die Tiere mit weichen oder rissigen Ballen vor allzu scharfkantigem  Eis und Streusalz schützen. Empfindliche Pfoten können auch mit Vaseline  geschützt werden, da sonst das Salz  Schmerzen verursachen kann. Nach dem Spaziergang sollten Salz und Eisklumpen immer mit lauwarmem Wasser abgespült werden. Dann steht dem Hundeausflug in den Schnee nichts im Wege. Während Hunde mit großem Spaß  bei fast jedem Wetter draußen toben, sind Katzen eher „Wintermuffel“ und wählerisch. Sie wissen selbst ganz genau, was ihnen gut tut – deshalb sollten  sie selbst entscheiden, ob sie ins Freie gehen wollen oder lieber im Haus  bleiben. Wenn sie wirklich hinausgehen wollen, sollten sie jederzeit eine Rückkehrmöglichkeit haben.  Denn nichts liebt eine Katze mehr, als sich im Warmen gemütlich einzukuscheln und zu schnurren. Für die beliebten Meerschweinchen gilt, sie können normalerweise in Außengehegen überwintern, wenn der Stall beispielsweise mit Styropor isoliert und mit Stroh ausgepolstert wird. Bei extremer Kälter sollte das Gehege zudem  mit Wolldecken verhangen werden. Zugluft und Nässe dagegen  sind für Meerschweinchen Gift, deshalb muss ihr Einstreu oft gewechselt werden. Da die Tiere einen höheren Kalorienbedarf im Winter  haben als zu anderen Jahreszeiten, sollte zusätzliches Trockenfutter und Vitamin C gegeben werden....

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Frohe Weihnachten

Posted by on Dez 25, 2020 in Blog | Kommentare deaktiviert für Frohe Weihnachten

Wir wünschen friedliche und entspannte Feiertage Fröhliche Weihnachten Das gesamte...

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Corona bei Haustieren: Kein Grund zur Panik

Posted by on Dez 2, 2020 in Blog | Kommentare deaktiviert für Corona bei Haustieren: Kein Grund zur Panik

Kein Grund zur Panik: Einige Zeitungen berichten in diesen Tagen, dass in Deutschland erstmals seit der Einführung der bundesweiten Meldepflicht für an Corona erkrankte Haustiere den Behörden zwei infizierte Vierbeiner gemeldet wurden. Bei einem Hund aus München und einer Katze aus Frankfurt am Main wurden Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen. Eigentlich nicht wirklich etwas Neues und Sensationelles: Weltweit sind bisher rund 70 bestätigte Fälle bei Haustieren bekannt. Zwei Drittel davon sind Katzen, ein Drittel Hunde. Dass das Virus mutiere und vom Haustier wieder auf den Menschen übertragen werde befürchten die Experten nicht. Der BDT hatte vor dem Hintergrund der  Verunsicherung vieler Tierhalter bereits beim Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, nachgefragt. Die eindeutige Antwort: „Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass Hunde, Katzen oder andere Haustiere eine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 spielen. Vielmehr ist die Übertragung von Mensch zu Mensch ausschlaggebend für die Ausbreitung. Haustiere haben sich bisher in der Regel bei infizierten Menschen mit SARS-CoV-2 angesteckt.“ In jedem Fall ist es ratsam, im Umgang mit Haustieren grundlegende Prinzipien der Hygiene zu beachten. Wird ein Mensch positiv auf SARS-CoV-2 getestet, können Haustiere wie Hunde und Katzen während der häuslichen Quarantänezeit des Menschen im Haushalt verbleiben – mit Abstand und unter Beachtung der Hygiene.  „Es besteht kein vernünftiger Grund, ein Haustier vorsorglich oder im Falle einer Infektion des Halters in ein Tierheim abzugeben oder ein positiv auf SARS-CoV-2 getestetes Tier abzugeben oder einzuschläfern“, so die Expertin des...

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Wildtierverbot light in Zirkussen

Posted by on Nov 20, 2020 in Blog | Kommentare deaktiviert für Wildtierverbot light in Zirkussen

Ein Wildtierverbot light für Wanderzirkusse hat Bundesministerin Julia Klöckner vorgestellt. Während Tierschutzorganisationen wie der BDT für ein sofortiges Verbot von Wildtieren in der Manege plädieren, sieht die Verordnung nur Einschränkungen ohne genaue Terminsetzung vor. Immerhin bestätigt Agrarministerin Julia Klöckner:  „Wildtie­re haben in der Manege nichts verloren“. Die Bundesregierung will es Wanderzirkussen demnach verbieten, Gi­raf­fen, Elefanten, Nashörner, Flusspferde, Affen und Großbären neu anzuschaffen. Da es keine Übergangsfrist für die Abgabe der Tiere in der Verordnung gibt, ist davon auszugehen, dass die vorhandenen Wildtiere wahrscheinlich bis zum letzten Lebenstag weiter in den Manegen ausgebeutet werden. Gerade in Wanderzirkussen leiden die Tiere un­ter den ständigen Reisen und den oft nicht artgerechten Bedingungen und Stress. Mit der Ver­ord­nung komme man einen großen Schritt voran, lobt sich das Ministerium. Voraussetzung sei aber eine wissen­schaft­li­­che Grundlage, damit ein Verbot Bestand habe, falls dagegen ge­klagt werde. Für Tiere wie Großkatzen – also beispielsweise Löwen oder Tiger – sei dies bisher nicht der Fall. Ihr Ziel sei, das Verbot aus­zuweiten – „sobald wir das rechts sicher regeln kön­nen, werden weitere Verbote folgen“, so die Ministerin. Umfragen zufolge sprechen sich mehr als 60 Prozent der Deutschen Bevölkerung für ein Verbot von Wildtieren in Zirkussen aus. Bisher gelten nur regionale Einschränkungen in Gemeinden und...

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Tierherberge in Kamp-Lintfort wegen steigender Corona-Zahlen geschlossen

Posted by on Okt 25, 2020 in Blog | Kommentare deaktiviert für Tierherberge in Kamp-Lintfort wegen steigender Corona-Zahlen geschlossen

Die aktuell stark steigenden Corona-Ansteckungen haben nun auch erste Auswirkungen auf Tierheime in Deutschland: Als reine Vorsichtsmaßnahme wurde die BDT-Tierherberge Kamp-Lintfort vorübergehend geschlossen. Die Maßnahme wurde  zum Schutz der Mitarbeiter und um die Pflege der Schützlinge sowie die Fundtierbetreuung weiter wie gewohnt gewährleisten zu können ergriffen. Die Schließung gilt ab Montag und zunächst auf unbestimmte Zeit.   Mit der Besuchersperre  sollen die Tierpflegerinnen und -pfleger vor einer nicht auszuschließenden Ansteckung mit dem Virus durch Besucher oder Besuchergruppen geschützt werden. Sollte auch nur ein Mitarbeiter erkranken, müssten auch die Kolleginnen in Quarantäne. Dann wäre die Versorgung der zahlreichen Tiere nicht mehr gewährleistet.  Natürlich halten Tierheime einen Notdienst für Fragen oder Notfälle offen. Die BDT-Tierherberge in Kamp-Lintfort ist im Notfall telefonisch ( 02842- 9283213 ) erreichbar oder per Mail ( team@tierherberge-kamp-lintfort.de).   Die vorübergehende Schließung im Frühjahr hatte sich positiv ausgewirkt. Wegen der Vorsichtsmaßnahmen konnten die Mitarbeiter*Innen und die Tiere ohne Probleme durch die erste Welle der Epidemie gebracht...

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Ein naturbelassener Garten bietet Tieren Lebensraum

Posted by on Okt 21, 2020 in Blog | Kommentare deaktiviert für Ein naturbelassener Garten bietet Tieren Lebensraum

Die letzten warmen Sonnenstrahlen im Oktober geben die Gelegenheit für  die abschließenden  Wintervorbereitungen in vielen Gärten. Viele Hobbygärtner, aber auch Profis, nutzen die schönen Herbsttage zum Einwintern des heimischen Gartens. Alles soll winterfest und sauber gemacht werden  – dabei wäre ein unaufgeräumter Garten  der bessere Natur- und Tierschutz. Wer ein Herz für Tiere hat, sollte im Herbst den Garten ruhig der Natur überlassen. Zu viel Ordnung schadet nur. „Faulheit“ bei der Gartenarbeit ist besonders im Herbst  aktiver Tierschutz. Die Reste, die beim Beschneiden und Zurückschneiden von Bäumen, Hecken und Sträuchern entstehen, sollten beispielsweise nicht entsorgt werden. Es ist völlig ausreichend, sie zu einem Haufen zusammenzukehren. Schon mit so wenig Anstrengung und Arbeit lässt sich der ideale Überwinterungsplatz für Igel schaffen.  In den Haufen und zwischen den Ästen finden zudem viele Eidechsen und Kröten Schutz und Nahrung und damit  Alles was sie zum Überleben brauchen. Bestes Vogelfutter bieten beispielsweise Blumenreste und viele Stauden besonders mit Fruchtresten oder Nüssen. Finken, Ammern und Zeisige als typische Körnerfresser bedienen sich an den Samen von Blumen. Auch andere Sträucher wie beispielsweise Schneeball oder Heckenrosen sind Nahrung für viele hungrige Vögel. Verblühte Blumen und Pflanzen, Laubreste und Reisigreste sollten zudem nicht völlig beseitigt oder im Abfall  entsorgt werden, da sie im Winter vielen Tieren Schutz und Überleben sichern können. Was viele „faule“ Gärtner besonders schätzen werden: Selbst abgemähter Rasen oder Laub kann liegen bleiben: Er bietet viele Bodenlebewesen wie etwa Regenwürmern reichlich Nahrung für die lange Winterzeit. Und noch ein positiver Nebeneffekt für den Gartenfreund: Der Boden und die Wurzeln der Pflanzen werden vor Frost geschützt. „Faule“  Gärtner sind also die wahren Natur- und...

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Update: Hündin ohne Pfoten wohlauf

Posted by on Aug 25, 2020 in Blog | Kommentare deaktiviert für Update: Hündin ohne Pfoten wohlauf

Die kleine ausgesetzte Shiba Inu Hündin ohne Pfoten  in der BDT-Tierherberge Kamp-Lintfort genießt jetzt nach den ersten großen tierärztlichen Untersuchungen die Ruhe in ihrem Körbchen. Ausgesetzt wurde sie in der Nacht zum Montag in einer Transportbox in Moers. Die Untersuchungen und die Röntgen-Bilder konnten nicht eindeutig klären, warum die kleine Hundedame keine Pfoten, sondern nur vier unterschiedlich lange Beinstümpfe hat.  Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass sie erst nachträglich die Pfoten verloren hat. Aufschluss darüber könnte jedoch nur der frühere Halter geben, der jedoch bisher nicht auffindbar ist.  Erste Spuren führen ins Ausland. Jetzt muss die Hundedame erst einmal bei einem Mitarbeiter in häuslicher Pflege  zur Ruhe kommen. Zudem muss sie mit allen notwendigen Impfungen ausgestattet werden. Nach den ersten Erfahrungen ist sie neugierig, aber vorsichtig. Ihr Alter: Etwa eineinhalb bis zwei Jahre. Zur Freude aller Beteiligten zeigte sich, dass die Kleine ohne Schmerzen kleine Schritte laufen kann. Sicher ist, dass die Hündin Prothesen oder andere Gehhilfen für ihre vier Pfoten brauchen wird. Veterinärmedizinische Experten werden die dafür notwendigen Entscheidungen treffen.   Schon wenige Stunden nach Veröffentlichung des tragischen Schicksals der kleinen  Hündin im Internet  gab es hunderte Anfragen nach Adoption. Vor allen weiteren Schritten ist jedoch jetzt erst mal die Genesung der Hündin von den Strapazen erforderlich. Deshalb ist jetzt Geduld gefragt. Zu einem späteren Zeitpunkt wird über die Adoption entschieden.  “Das Telefon steht hier nicht mehr still, und wir kriegen zahlreiche E-Mails”, sagte Tierpflegerin Vivien Schmidt. “Alle wollen die Kleine adoptieren.”   Wer Hinweise oder Informationen über die Herkunft oder den Halter des Tieres hat, kann sich direkt bei der Tierherberge melden (Telefon 02842-9283213 oder team@tierherberge-kamp-lintfort.de). Natürlich kann man auch zur Versorgung der kleine Hündin und zur Finanzierung der kostspieligen Prothesen beitragen: Commerzbank ,  IBAN DE04 3108 0015 0885 0835 01,  BIC : DRESDEFF310 PayPal: verwaltung@bund-deutscher-tierfreunde.de Hierfür bedanken wir uns herzlich im Voraus!...

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